In Berlin: die evangelische Schule Berlin Zentrum

Als Margret 2007 eine Elterninitiative aus Berlin fragte, ob sie bereit wäre, eine neue Gemeinschafts-Schule in Berlin aufzubauen, folgte sie diesem Ruf sehr gern. Sie nahm alle Erfahrungen aus nunmehr 30-jährigem Vordenken und Querhandeln mit und sie ließ sich gemeinsam mit allen Beteiligten auf einen Prozess des ko-kreativen Weiterentwickelns mit der ganzen Schulgemeinde der künftigen Evangelischen Schule Berlin Zentrum (ESBZ) ein. Gestärkt wurden sie dabei durch eine wertschätzende Beziehungskultur und den Mut zur radikalen Partizipation der Jugendlichen. 

Zum strukturell verankerten Projektlernen, der Schulversammlung, dem Projekt Verantwortung kamen Musterbrüche wie die Jahrgangsmischung, das selbstorganisierte Lernen mit wöchentlichem Zeitfenster für Coaching und persönlichen Zertifikaten statt Noten, Lernen im Leben durch Herausforderungen und die interkulturelle Erfahrung für Alle,  die im Jahrgang 11  drei Monate Engagement in einer anderen Kultur vorsieht. 

Die Jugendlichen starteten Klimaprojekte, pflanzten 100.000 Bäume und bildeten 400 Grundschüler*innen zu Klimabotschafter*innen aus. Das Haus steht immer offen für Menschen mit Botschaften, die  inspirieren und berühren: die Imkerin ist ebenso willkommen wie alternative Nobelpreisträger*innen. 

Immer wenn die Erwachsenen zweifelten, überzeugten die Jugendlichen sie davon, dass sie bereit sind, dass sie etwas geben können und wollen, dass sie dabei Grundlegendes lernen. 

Sie dürfen erfahren, gebraucht zu werden und entdecken, was Menschen, bei aller Unterschiedlichkeit, verbindet: Herz-Kraft bei echter Begegnung und durch sinnstiftendes Handeln. 

Die ESBZ wurde schnell zu einem Inspirationsort. Hunderte Pädagog*innen, Schulleiter*innen, Studierende wollten diese neue Lernkultur erleben. All diese Anfragen zu bewältigen war eine Herausforderung. Die Antwort auf dieses Feedback war ein weiterer Musterbruch: „Schüler schulen Lehrer“. Die Weiterbildung durch Schüler*innen erreicht monatlich ca. 100 Menschen, beeindruckt, begeistert, berührt. Dass schon 13-jährige in der Lage sind, eine fremde Gruppe souverän zu moderieren, sich fremden Erwachsenen als Experten des Lernens zu stellen, die Übersicht zu behalten und auch auf kritische Beiträge einzugehen, überzeugt und ist für viele ein Aha-Erlebnis. Als „Mauern in den Köpfen einreißen“ beschreibt es Die Zeit. Weltweit erfährt die ESBZ inzwischen Anerkennung als Modell für einen Paradigmenwechsel. 

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Als Schulleiterin – Gestalten

Margret Rasfeld entschied sich Schulleiterin zu werden, um mehr Gestaltungseinfluss zu haben. 1996 war es so weit. Die „Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung“ in Rio de Janeiro hatte bereits

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2016 endete Margrets Lebensabschnitt als Schulleiterin mit der dreitägigen Konferenz Global Goals Curriculum 2016. Dieser Abschied war zeitgleich ein Übergang zu ihrem weiteren Wirken. Die Bildungsinnovatorin ist fast täglich in

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